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Haikus sind die kleinste Gedichtform der Welt. Sie stammen aus dem Japan zur Zeit der Samurais und bestehen aus drei Zeilen. Die erste Zeile hat fünf Silben, die zweite sieben, die dritte wieder fünf.
Zu dieser strengen Form gesellt sich eine ebenso strenge inhaltliche Vorgabe: In Haikus geht es immer um etwas Konkretes. Ein Haiku ist sozusagen ein kleines „geschriebenes Bild“. In der ersten Zeile steht wo oder wann sich die Situation abspielt. In der zweiten wird die Situation beschrieben, was passiert, und in der dritten Zeile wird angedeutet, was diese Situation mit einem macht, aber nur angedeutet. Das Haiku soll sich im Inneren des Leser, der Leserin zu seiner Ganzheit schließen. Beim Leser soll das Bild sozusagen fertig „gemalt“ werden.
In diesem Workshop werden wir den „Augenblick“ in Haikus einfangen, und uns dank der geforderten Kürze der Gedichtsform vollkommen aufs Wesentliche besinnen. Kurze Geh- und Sitzmeditationen, die den schöpferischen Prozess immer wieder unterbrechen und uns zurück in die Gegenwart bringen, werden uns dabei unterstützen.
Am Ende werden wir unsere Haikus noch mit ungewöhnlichen Schreibwerkzeugen aufs Papier bringen.
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